Ausbildung Karten und Kompass ein Evergreen
Eröffnet wurde die Ausbildung mit der Frage: „Wie sieht eine militärische Koordinate beim Heer aus?“
Kurzes Schweigen – dann die Antwort: „Na, sechs Zahlen!“
Ganz falsch ist das nicht, aber eben unvollständig. Mit sechs Zahlen kann ich mich schließlich irgendwo auf der Welt befinden.
In der Ausbildung in Kerpen wurde daher intensiv darauf eingegangen, was zu einer vollständigen Koordinate gehört und wie diese Angaben entstehen. Weitere Themen waren der Umgang mit den Bezugspunktverfahren sowie praktische Kartenübungen. Als kleiner Einschub wurden außerdem Erfahrungen darüber ausgetauscht, was in ein PI-Päckchen und in die Mehrzwecktasche gehört.
Im Anschluss ging es um den Aufbau und den Umgang mit dem Kompass. Warum gibt es eigentlich zwei „Norden“ und was hat es damit auf sich? Begriffe wie Deklination, Inklination und Deflation wurden erklärt.
Danach wurde der Bundeswehr-Marschkompass genauer unter die Lupe genommen. Sein Aufbau und die richtige Anwendung sowie das Ermitteln und Übertragen einer Marschkompasszahl wurden in mehreren praktischen Übungen vertieft. So rundete dieser Teil die Ausbildung ab.
Die Teilnehmenden hörten aufmerksam zu und gaben an, doch das eine oder andere noch nicht gewusst zu haben.
Damit niemand „unterzuckerte“, war selbstverständlich für Kaffee, Kuchen und Brötchen gesorgt.
„Das ist das erste Mal, dass ich mehr Menschen hatte, die teilnehmen wollten, als ich Plätze in der Ausbildung hatte“, so Olaf Kortenhoff, der die Ausbildung leitete.
„Wir begrenzen die Teilnehmerzahl bewusst, um allen die Möglichkeit zu geben, auch wirklich etwas mitzunehmen.“
Noch während der Veranstaltung kam der Wunsch nach weiterführenden Ausbildungen auf.
„Das machen wir gern“, sagte Olaf Kortenhoff.
Sein besonderer Dank gilt Ralf Bordych, der die Räumlichkeiten zur Verfügung stellte.
Für das nächste Jahr sind bereits weiterführende Ausbildungen, nicht nur zum Thema Karte und Kompass, in Planung.



