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Lebensversicherung Sprechfunk: Reservisten Ausbildungszug (RAZ) drillt das Funken

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Lebensversicherung Sprechfunk: Reservisten Ausbildungszug (RAZ) drillt das Funken

Wenn im militärischen Einsatz unter extremem Stress, ohrenbetäubendem Lärm und akuter Lebensgefahr Entscheidungen in Sekundenschnelle getroffen werden müssen, versagt die normale Alltagssprache. Um in solchen Extremsituationen Missverständnisse auszuschließen und Funknetze maximal effizient zu nutzen, ist der formale Sprechfunk überlebenswichtig. Am 4. Juli 2026 setzte der RAZ genau hier an und führte eine intensive Funkübung durch.

Im Ernstfall zählen Sekunden. Technische, taktische und menschliche Hürden müssen so gering wie möglich gehalten werden, um Informationen schnell und präzise auszutauschen. Die Lösung dafür ist die sogenannte Voice Procedure (Sprechweise) – ein System aus standardisierten Regeln und festen Phrasen. Das oberste Gebot im Funkkreis lautet daher: absolute Disziplin. Ironie, Floskeln oder Füllwörter haben hier keinen Platz, da sie im Rauschen der Verbindung tödliche Missverständnisse auslösen könnten.

Weil dieses theoretische Wissen in der Praxis automatisiert ablaufen muss, stand bei der Ausbildung des RAZ am vergangenen Samstag nicht das lange Nachdenken im Vordergrund, sondern der reine Drill. Dem praktischen Teil gingen eine gezielte Ausbildung und eine kurze Wiederholung voraus, um das Fachwissen der Teilnehmenden abzurufen und zu festigen. Anschließend wurde eine Lage simuliert und Stress erzeugt.

Übungsleiter Olaf Kortenhoff zeigte sich nach dem intensiven Training zufrieden mit den Leistungen der Kameraden:

„Die Übung lief wie erwartet. „Nach anfänglichen, kurzen Schwierigkeiten verlief der Funkverkehr flüssig und absolut nach Vorschrift.“

Auch wenn die Übung ein Erfolg war, betont die Führung des RAZ, dass die Ausbildung im Bereich des Sprechfunks niemals vollständig abgeschlossen ist. Nur durch die ständige Konfrontation mit solchen Szenarien kann die nötige Handlungssicherheit gewährleistet werden.

„Wir sind damit noch nicht am Ende“, stellte Kortenhoff mit Blick auf die Zukunft klar. „Nur durch stetiges Üben und die kritische Selbstreflexion werden wir noch sicherer und besser. Nur so können wir in taktischen Lagen schnell, präzise und dynamisch reagieren.“

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