Gemeinsam stark im Gelände
Reservisten und Rettungshunde üben gemeinsam
SANKT AUGUSTIN-MEINDORF | 12. September 2026 – Nicht immer verläuft der Marschweg von Soldatinnen und Soldaten über intakte Brücken oder befestigte Wege. Wenn im Einsatz oder bei Naturkatastrophen Gewässer sowie tiefe Geländeeinschnitte das Weiterkommen blockieren und keine Pionierunterstützung zur Stelle ist, zählt die Eigeninitiative der Truppe. Genau diese Szenarien standen am Samstag im Mittelpunkt einer gemeinsamen Ausbildung des Reservisten-Ausbildungszugs und der Reservisten-Arbeitsgemeinschaft (RAG) Mimen/Lagedarsteller in Sankt Augustin-Meindorf.
Da Reservisten im Inlandseinsatz häufig zur Unterstützung des Katastrophenschutzes herangezogen werden, ist eine reibungslose Kommunikation mit zivilen Einsatzkräften essenziell. Aus diesem Grund holten sich die Einheiten erfahrene Verstärkung an die Seite: Die Rettungshundestaffel Vorgebirge e. V. nahm bereits wiederholt an einer Übung der Reservisten teil.
Taktische Flussüberquerung und Behelfsübergänge
Der praktische Teil der Ausbildung verlangte den Teilnehmern handwerkliches Geschick und taktisches Verständnis ab.
Der Ausbildungszug hat sich zu Ziel Gesetz Ausbilder heranzuziehen, so sind zwei Ausbildungsteile von Jungen Ausbilder als Lehrprobe durchgeführt worden. Natürlich unterstützen die erfahrenen Kameraden die beide nach Kräften.
Der Tage hatte verschieden Themen im Programm, zum Beispiel den Seilsteg.
Dabei Reservisten errichteten einen Seilsteg und demonstrierten die sichere Handhabung beim Überwinden von Gewässern und Einschnitten. Auch die Hundeführer ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen und nutzten die Konstruktion. Erfahrene Reservisten zeigten dabei eindrucksvoll, wie sich bereits mit einfachen Mitteln ein sicherer Übergang gewährleisten lässt.
Auch Teil der Ausbildung das Schwimmpaket. Vor dem Gang ins kühle Nass zeigten die Ausbilder, wie aus der eigenen Ausrüstung ohne zusätzliche Auftriebshilfen ein schwimmfähiges Paket gebaut wird. Dieses lässt sich beim Durchqueren des Gewässers mühelos vor dem Soldaten her durchs Wasser schieben.
In einer Übung wurde das erlernte angewendet und eine taktische Gewässerüberquerung geübt. Die Überquerung wurde unter taktischen Bedingungen geübt – inklusive der Absicherung des Geländes bei einer potenziellen Gefahrenlage.
Ergänzt wurde der Pionierteil durch Grundlagen des klassischen Felddienstes. An diesem Tag, der sachgemäßen Umgang mit dem Doppelfernrohr, Methoden zur Entfernungsermittlung im Gelände sowie die Zielansprache.
Schulterschluss mit zivilen Rettungskräften
Einen wesentlichen Beitrag leistete die Rettungshundestaffel Vorgebirge, die den Reservisten wertvolle Einblicke in ihre Arbeit gewährte:
Strukturen & Dienstwege: Vorstellung der Befehls- und Alarmierungsketten im zivilen Katastrophenschutz.
Hunde im Einsatz: Demonstration der Arbeitsweise von Rettungshunden sowie Aufklärung über das Verhalten vermisster oder gesuchter Personen.
Flächensuchhund vs. Mantrailer: Anschauliche Erklärung der Unterschiede zwischen der weiträumigen Suche nach menschlicher Witterung (Flächensuche) und der gezielten Verfolgung einer individuellen Geruchsspur (Mantrailing).
Zum Abschluss des Tages kamen alle Beteiligten bei Grillwürstchen zusammen, um die Übung im Detail zu analysieren. In offener Runde wurden Stärken, Optimierungspotenziale sowie die Chancen und Grenzen der zivil-militärischen Zusammenarbeit diskutiert.
Das Resümee aller Akteure fiel durchweg positiv aus: Beide Seiten betonten den großen Mehrwert der gemeinsamen Ausbildung und bekräftigten ihren Willen, die Kooperation auch künftig weiter zu vertiefen.


