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Großangelegte Katastrophenschutzübung in Bonn

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Großangelegte Katastrophenschutzübung in Bonn

Rettungskräfte proben erfolgreich den Ernstfall

Bonn, 27. Juni 2026 – Blaulicht, Sirenen und ein koordiniertes Großaufgebot an Einsatzkräften prägten am heutigen Samstagmorgen das Bild an der Immenburgstraße in Bonn. Der Grund: Eine groß angelegte Katastrophenschutzübung, bei der Feuerwehr, Rettungsdienste, das Technische Hilfswerk (THW) und weitere Hilfsorganisationen den Ernstfall unter realitätsnahen Bedingungen probten. Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit, den Patiententransport und die Kommunikationswege in einer extremen Krisenlage zu testen und weiter zu optimieren. Eine zusätzliche Herausforderung bildeten die hochsommerlichen Temperaturen von weit über 30 Grad.

Simuliert wurde ein schweres Unglück mit einer Explosion, das zu einer hohen Anzahl an Verletzten führte. Am fiktiven Unfallort waren die medizinischen Versorgungskapazitäten schnell erschöpft. Die zentrale Aufgabe der Einsatzkräfte bestand darin, die Betroffenen vor Ort zu sichten, zu kategorisieren und für die weitere medizinische Versorgung in die umliegenden Bonner Krankenhäuser zu transportieren. Insgesamt waren mehr als 700 Retter und Statisten an der Übung beteiligt.

Ein wichtiger Faktor für den realistischen Ablauf war die Unterstützung durch die, mehr als 60, Verletztendarsteller darunter Reservisten: Der Reservistenausbildungszug (RAZ), die Reservistenarbeitsgemeinschaft (RAG) Lagedarstellung sowie weitere Reservisten mimten die Verletzten. Geschminkt von der Jugendfeuerwehr und mit verschiedenen Geschichten und Verletzungsmustern ausgestattet, begann die Übung bei 38 Grad Hitze. Mit täuschend echtem Schauspiel sorgten sie für ein forderndes Szenario.

Olaf Kortenhoff vom RAZ zeigte sich beeindruckt von der Schnelligkeit der Rettungsketten:

„So schnell bin ich noch nie durch Bonn gekommen. „Vom Unfallort bis ins Waldkrankenhaus – der Rettungswagen hat uns in kürzester Zeit quer durch die Stadt transportiert.“

Auch die Bonner Krankenhäuser, Uni-Krankenhaus-Bonn, Petrus-Krankenhaus und Waldkrankenhaus zeigten sich bestens vorbereitet. Die Betreuung und die Übergabe der Patienten an den Schnittstellen funktionierten reibungslos. In den Kliniken nahmen sich Ärzte und Pflegekräfte hochprofessionell der simulierten Fälle an und begleiteten die Darsteller über die verschiedenen Stationen bis in die Patientenzimmer.

Die Leiter der verschiedenen Bereiche im Krankenhaus zeigten sich dankbar für die Möglichkeit, solche  Situationen üben zu können, um die eigenen Abläufe zu optimieren.

Die Reservisten der Bundeswehr haben die zivilen Rettungskräfte bei dieser wichtigen Überprüfung der Bonner Sicherheitsarchitektur gerne unterstützt. Den verdienten Abschluss des anstrengenden und spannenden Tages bildete ein gemeinsames Grillen, bei dem die Beteiligten die Übung noch einmal Revue passieren ließen.