Zusammenarbeit mit aktiver Truppe „Wissen reaktiviert“: Reservisten frischen Kompetenz in Karte und Kompass in Euskirchen auf.
EUSKIRCHEN – In einer Welt von GPS und digitalen Führungssystemen bleibt der sichere Umgang mit Karte und Kompass das Rückgrat soldatischer Handlungsfähigkeit. Vor diesem Hintergrund führte der Reservistenausbildungszug eine Ausbildung in der Generalmajor-Freiherr-von-Gersdorff-Kaserne am Sanitätsunterstützungszentrum Euskirchen durch, um grundlegende Fertigkeiten im umgang mit Karte und Kompass zu festigen.
Handwerk statt Hightech
Während der Reservistenausbildungszug (RAZ) üblicherweise die Ausbildung von Reservistinnen und Reservisten fokussiert, fand diese Ausbildung in Zusammenarbeit mit der aktiven Truppe statt. Auf Einladung des Sanitätsunterstützungszentrums Euskirchen vermittelte Ausbilder Olaf Kortenhoff Soldatinnen und Soldaten sowie zivilen Mitarbeitenden der Bundeswehr Kenntnisse zum Thema „Karte und Kompass“.
Was im Zeitalter moderner Technik oft wie ein Relikt erscheint, ist im Ernstfall – etwa bei technischen Ausfällen oder elektronischen Störmaßnahmen – von entscheidender Bedeutung.
Im Rahmen der Ausbildung wurden unter anderem folgende Inhalte vertieft:
- Grundlagen und Aufbau des UTM-Systems
- Topografisches Verständnis: präzises Lesen und Interpretieren von Geländekarten
- Standortbestimmung anhand markanter Geländepunkte
- Anwendung des Bezugspunktverfahrens zur verschleierten Weitergabe von Koordinaten
- Sicherer Umgang mit dem Kompass, einschließlich Marschkompasszahl und taktischem Umgehen von Hindernissen
Brückenschlag zwischen Reserve und aktiver Truppe
Eine Besonderheit des Ausbildungstages war der intensive Austausch über Organisationsgrenzen hinweg. Da grundlegende Fähigkeiten wie die Orientierung im Gelände im regulären Dienstbetrieb zunehmend in den Hintergrund treten, legt die Leitung des Sanitätsunterstützungszentrums Euskirchen großen Wert auf regelmäßige Fortbildungen in militärischen Grundlagen.
„Es war uns eine große Ehre, hier auch die aktive Truppe ausbilden zu dürfen“, betonte Ausbilder Olaf Kortenhoff am Rande der Veranstaltung.
Motivation und Fazit
Die Resonanz der Teilnehmenden fiel durchweg positiv aus. Mit hoher Konzentration und großem Engagement wurde vermeintlich „verschollenes Wissen“ erfolgreich reaktiviert.
Der Ausbildungstag in Euskirchen verdeutlichte einmal mehr: Die enge Zusammenarbeit zwischen Reserve und aktiver Truppe sowie der Fokus auf eine fundierte Basisausbildung sind entscheidend für eine leistungsfähige und verlässliche Einsatzbereitschaft.
Bild: KI (Folie aus der Ausbidung)
