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Rezension: „Der Tiger“ – Zwischen Authentizität und bizarren Missionen

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Rezension: „Der Tiger“ – Zwischen Authentizität und bizarren Missionen

Unsere Rezension, „Der Tiger“

Wenn der Macher von Napola ein neues Werk vorlegt, sind die Erwartungen hoch. Gemeinsam mit einigen Kameraden – darunter erfahrene Panzerkommandanten – habe ich mir diesen Film auf Amazon Prime angesehen. Hier ist unser gemeinsames Fazit.

Die Handlung: Eine fragwürdige Mission

Zur Geschichte: Eine Panzerbesatzung wird ausgesandt, um einen Offizier zu finden und zurückzuholen. Man kann trefflich darüber streiten, ob ein schwerer Tiger-Panzer tatsächlich das richtige Waffensystem für eine Such- und Rettungsmission ist. Warum die Wahl ausgerechnet auf dieses Mittel fiel, soll im Laufe des Films klar werden – oder eben auch nicht. Für uns blieb die Logik hinter diesem Einsatzbefehl zumindest diskussionswürdig.

Ausstattung und Handwerk

Über die rein künstlerische Gestaltung möchte ich gar nicht viele Worte verlieren, aber man muss den Machern eines lassen: Sie haben sich sichtlich Mühe gegeben.

  • Der Panzer: Der Tiger wurde so detailgetreu wie möglich dargestellt.
  • Ausrüstung: Uniformen und Waffen sind optisch gut getroffen. Auch wenn man sich über Details (wer, wann, wo, was genau getragen hat) streiten kann, wurde die gestalterische Freiheit hier solide genutzt.

Erwartung vs. Realität

Wer hier jedoch eine Abhandlung über Panzertaktik erwartet, wird enttäuscht werden. Auch wer auf ein reines Action-Spektakel hofft, sollte seine Erwartungen lieber zurückschrauben.

Der Film schlägt eine ganz andere Richtung ein. In unserer Runde kam spontan ein Vergleich auf: „Apocalypse Now“ im Zweiten Weltkrieg. Der Film wirkt eher wie ein psychologisches Epos als ein klassischer Kriegsfilm.

Fazit: Sehenswert?

Es ist ein interessanter Versuch, einmal nicht die Amerikaner in den Fokus des Geschehens zu rücken, sondern Soldaten der deutschen Wehrmacht. Doch aus meiner Sicht ist es leider auch beim Versuch geblieben.

Ein wichtiger Punkt bleibt jedoch: Das Ende des Films kommt absolut unerwartet – lassen Sie sich hier überraschen!

  • Der große Bonus: Der Film ist aktuell gratis auf Amazon Prime zu sehen.
  • Kino-Check: Hätte ich für diesen Film extra eine Kinokarte gekauft? Dahinter setze ich ein großes Fragezeichen.

Bewertung: Ein visuell bemühter Film mit atmosphärischen Anleihen bei großen Vorbildern, der bei der militärischen Logik zwar Federn lässt, aber durch sein unvorhersehbares Ende noch einmal nachwirkt.

Bilder: Amazon

Infos zum Film aus der KI

Der Tiger (2025) – Das deutsche Amazon-Original

Dies ist ein aktueller Antikriegsfilm, der erst vor Kurzem (September 2025 im Kino, Januar 2026 bei Amazon Prime Video) veröffentlicht wurde. Er wird oft als psychologisches Drama im Stil von Das Boot oder Apocalypse Now beschrieben.

KategorieDetails
RegieDennis Gansel (Die Welle, Napola)
HauptdarstellerDavid Schütter, Laurence Rupp, Leonard Kunz
GenreAntikriegsfilm / Drama
Laufzeit122 Minuten
FSKAb 16 Jahren

Handlung: Der Film spielt im Jahr 1943 an der Ostfront. Eine fünfköpfige Besatzung eines schweren Tiger-Panzers erhält den Auftrag, tief hinter die feindlichen Linien vorzudringen, um einen abtrünnigen NS-Offizier zurückzuholen. Dabei wird weniger die Action als vielmehr der psychische Zerfall der Soldaten und die Sinnlosigkeit des Krieges thematisiert.

Wissenswertes zum 2025er Film:

  • Technik: Für den Film wurde ein täuschend echter Nachbau eines Tiger-Panzers auf Basis eines T-55 Fahrgestells verwendet.
  • Erfolg: Der Film erreichte Anfang Januar 2026 Platz 1 der Streaming-Charts bei Amazon Prime Video in Deutschland.
  • Kritik: Er wird für seine dichte Atmosphäre und die schauspielerische Leistung von David Schütter gelobt, aber auch für sein teils langsames Erzähltempo und das surreale Ende diskutiert.