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Auch in Uniform sind es immer Menschen

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Auch in Uniform sind es immer Menschen

Am 24. September 1944, in der Endphase des Zweiten Weltkriegs, stürzte eine zweimotorige englische Transportmaschine der Royal Air Force – eine Douglas C-47 „Dakota“ der 1. Ferry Unit mit der Kennung KG653 – am Nackterhof bei Neuleiningen ab.

Das Flugzeug war von dem deutschen Jagdpiloten Hauptmann Julius Meimberg (II./JG 53) abgefangen worden, der von einem Flugplatz nahe Lorsch in seiner Messerschmitt Bf 109 G-14 gestartet war. Nachdem seine Versuche fehlschlugen, die Maschine zur Landung zu zwingen, gab Meimberg nach eigenen Memoiren („Feindberührung: Erinnerungen 1939–1945“) einen kurzen Feuerstoß aus den 13-mm-Maschinengewehren auf eines der Triebwerke ab. Er betonte später ausdrücklich, nicht die Bordkanone eingesetzt zu haben. Infolge der Treffer stürzte die Dakota ab. Alle 23 Insassen kamen ums Leben: zwei Soldaten der Royal Air Force, ein Soldat der Royal Australian Air Force (die Cockpitbesatzung) sowie 20 Passagiere des Bodenpersonals der Royal Canadian Air Force.

Nach dem Absturz wurden die Gebeine der 23 Gefallenen in einem Massengrab auf dem Ortsfriedhof von Neuleiningen beigesetzt; lediglich vier von ihnen konnten zweifelsfrei identifiziert werden. Am 23. April 1948 – drei Jahre nach Kriegsende – wurden die Verstorbenen auf den Alliierten-Friedhof im niederrheinischen Rheinberg umgebettet. Die größeren Trümmerteile der Maschine waren bereits kurz nach dem Absturz entfernt worden, sodass die genaue Absturzstelle bald nur noch wenigen Zeitzeugen bekannt war und in Vergessenheit zu geraten drohte.

Es war ein Luftsieg, auf den Hauptmann Meimberg nie stolz war. Im Gegenteil! Julius Meimberg versuchte am gleichen Tag die Absturzstelle zu erreichen, blieb aber mit seinem Horch mit Reifenschafen liegen. Ein schlechtes Gewissen verfolgte ihn zeit seines Lebens. Zwar gehört das Abschießen oder Abfangen feindlicher Flugzeuge zu den Aufgaben eines Jagdpiloten, doch für Meimberg machte es einen bedeutenden Unterschied, ein unbewaffnetes Transportflugzeug getroffen zu haben. Später versuchte er vergeblich, die Absturzstelle zu besuchen und mehr über die Gefallenen zu erfahren.

Diese Geschichte starb jedoch nicht mit Hauptmann Meimberg. Am 25. September 2021 weihte die IG Heimatforschung im Rahmen ihrer jährlichen Gedenkveranstaltung für abgeschossene Flugzeugbesatzungen einen Gedenkstein für die gefallenen Soldaten, der C-47, ein. Zu dieser Zeremonie reisten auch die Söhne von Hauptmann Meimberg an, um den Opfern dieses furchtbaren Krieges die Ehre zu erweisen. Der Initiator Erik Wieman versucht bei diesen Anlässen stets, Angehörige sowohl der abgeschossenen Besatzungen als auch der damaligen Piloten zusammenzubringen, um gemeinsam derer zu gedenken, die oft viel zu früh ihr Leben verloren. So konnten die Schöne von Meimberg auch die Auto Fahrt, bei die Ihr Vater leigenbleib, durchführen, sogar im gleichen Fahrzeug , das ihr Vater nutze um zu den Abgestürzten Kameraden zu kommen.

Als Erik Wieman in diesem Jahr einen Blick auf das Spendenkonto der IG Heimatforschung warf, fiel ihm eine besonders großzügige Zuwendung auf. Er dachte sogleich an die Söhne von Hauptmann Meimberg. Auch nach dem Tod ihres Vaters trugen sie die Erinnerung an dieses tragische Ereignis weiter. Ganz im Sinne ihres Vaters unterstützen sie seither die Arbeit der IG Heimatforschung bei der historischen Aufarbeitung des Luftkriegs über Deutschland.

Der RAT unterstützt die IG Heimatforschung bei den Memorial Days.

Bild KI generriet.

https://www.ig-heimatforschung.de